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Soja gegen Prostatakrebs

Es ist ein erstaunliches Ergebnis einer Studie, das vor allem für die Männer interessant sein dürfte: In der asiatischen Bevölkerung ist Prostatakrebs nicht annähernd so weit verbreitet wie in unserer westlichen Welt. Daran soll der regelmäßige Verzehr von Soja maßgeblich beteiligt sein. Forscher untersuchten deshalb, ob man mit Soja Prostatakrebs vorbeugen kann und wie Soja in eine Krebstherapie integriert werden kann.

Es ist noch gar nicht so lange her, da war Soja eine exotische Rarität, die nur für verhältnismäßig viel Geld im Reformhaus gekauft werden konnte. Inzwischen finden sich verschiedene Soja-Produkte in nahezu jedem Supermarkt sowie in Drogerien. Nicht zuletzt deshalb, weil man glaubt, die Asiaten seien wegen des Verzehrs so gesund. Denn sie haben nicht nur seltener mit Brustkrebs zu kämpfen, auch Prostatakrebs ist nicht so weit verbreitet. Leben sie hingegen hier und essen westliche Kost, erkranken sie deutlich häufiger an dieser Krebsform als ihre Landsleute, die zu Hause leben.

Sobald asiatischstämmige Männer in der neuen Heimat (Europa oder USA) keine Sojaprodukte mehr essen, keinen Grüntee mehr trinken und vielleicht auch weniger Gemüse essen, steigt ihr Prostatakrebsrisiko, was besonders in der zweiten Generation auffällt. Und Soja wirkt bei westlichen Männern ebenso gut wie bei den Asiaten – wenn sie die gleiche Menge verzehren, also sechs bis elf Gramm Sojaprotein beziehungsweise 25 bis 50 Milligramm Sojaflavone pro Tag. Richtwert: 40 Gramm Sojaflavone sind in 100 Gramm Tofu oder 200 Milliliter Sojamilch enthalten.

Man geht davon aus, dass es insbesondere die Isoflavone der Sojabohne sind, die zur genannten krebspräventiven Wirkung führen. Isoflavone (auch Isoflavonoide genannt) sind sekundäre Pflanzenstoffe aus der Gruppe der Flavonoide, wozu auch die Anthocyane gehören – die dunkelblauen Pflanzenfarbstoffe aus Brombeeren, Aroniabeeren, blauen Trauben oder Rotkohl. Flavonoide sind längst für ihre antioxidative, entzündungshemmende, gefäßschützende und krebsbekämpfende Wirkung bekannt.

Im Übrigen wirkt Soja am besten, wenn es ein Leben lang gegessen wird. Ein Extrakt aus der ganzen Sojabohne, der also alle bioaktiven Substanzen der Bohne enthält, führt zu einem viel stärkeren Untergang von Krebszellen als das Genistein oder das Daidzein allein – auch dann, wenn beide Zubereitungen dieselben Konzentrationen enthalten.

Zwar wirkt Soja nicht bei jedem Menschen gleich und ist kein Wundermittel. Dennoch kann Soja bedenkenlos in den Speiseplan eingebaut werden.